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Erlesene Vielf

Erlesene Vielfalt der Bibliophilie auf der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse

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    Erlesene Vielfalt der Bibliophilie auf der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse
    28.01.2011 - 30.01.2011
Erlesene Vielf

Millionenobjekte, Inkunabeln, Künstlerbücher, Erstausgaben, Graphiken von Rembrandt bis zur Avantgarde. Mittelalter und Moderne, Wissenschaft und Ästhetik, Schönheit für das Auge und für den Intellekt: Darin liegt der Reiz der Stuttgarter Antiquariatsmesse.

Grandioses Glanzstück der mittelalterlichen Buchkunst

und unumstrittener Höhepunkt der 50. Antiquariatsmesse ist eine „Bible Historiale“ mit 51 prachtvollen Miniaturen sowie über 60 Initialen in Blattgold. Die „Historia scholastica“ des Petrus Comestor, in französischer Übersetzung von Guiart des Moulins, entstand in Nordfrankreich oder Flandern um 1470. Sie wird am Stand von Heribert Tenschert alle Blicke auf sich ziehen (1.450.000 €).

„Dies die gerechte Strafe für meine Schwäche, die mich mein Leben an das Deine ketten liess“

„Person of the Century“ ist laut Time Magazine der Begründer der Relativitätstheorie Albert Einstein. Der von Kotte angebotene Briefwechsel Einsteins mit seiner später geschiedenen Frau Mileva Einstein-Maric zeigt das Genie als Privatmann von einer verletzlichen und zynischen Seite: „Dies die gerechte Strafe für meine Schwäche, die mich mein Leben an das Deine ketten liess“, klagt er in der 75 Briefe und Bildpostkarten aus den Jahren 1909 bis 1951 umfassenden Korrespondenz (250.000 €).

Briefe, handschriftliche Reiseberichte, Tage- und Skizzenbücher sind einzigartige Kulturzeugnisse und bilden einen besonderen Schwerpunkt auf der 50. Stuttgarter Antiquariatsmesse. Einen Brief des Revolutionärs Karl Marx, datiert (London) 25.VI.1878, offeriert J.A. Stargardt (18.000 €). Franz Kafkas briefliche Mitteilung an den Freund und späteren Nachlassverwalter Max Brod (Planá, Ende Juni 1922) ist beim Antiquariat Voerster zu bewundern (48.000 €). Das eigenhändige Manuskript Adalbert Stifters „Zur Psichologie der Thiere“ ermöglicht am Stand von Kotte Einblick in den künstlerischen Schaffensprozess (55.000 €).

Aus dem 16. Jahrhundert stammt das spanische Manuskript der Regeln und Regularien einer Bruderschaft aus Toledo (Stenderhoff 8.600 €), aus dem 17. eine mit 145 Federzeichnungen illustrierte „anthropologisch-chirognomische“ Studie über die Frage, ob der menschliche Charakter aus der Hand zu lesen sei (Inlibris 9.500 €), und aus dem 18. die bisher ungedruckten „Memoires du General Comte de Harrsch“ über seine militärische Laufbahn und eine Reise durch den Orient (Carlsen 26.000 €). Das Antiquariaat Junk (Amsterdam) zeigt Ernst von Bibras Skizzenbuch seiner berühmten „Südamerikanischen Reise“ 1849 bis 1850. Das mit detailgenauen handkolorierten Zeichnungen, wissenschaftlichen Fakten und persönlichen Erlebnissen durchsetzte Manuskript war, so das Vorwort, für den persönlichen Gebrauch gedacht: „Wen(n) Euch nicht gefällt was ich hier gezeichnet, so ist mir das gleich. Ist auch solches nicht desshalb geschehen, sondern nur damit ich selbst eine Erin(n)erung habe, an das, so ich in fremden Lande gesehen“ (29.500 €). Kulturgeschichtliche Quelle ersten Ranges wie „document humain“ sind die Briefe, die der Arzt und Forscher Ernst von Middendorf über seine Reise von Hamburg nach Australien schrieb. Sie sind bei Eberhard Köstler mitsamt der seltenen Erstausgabe von Middendorfs berühmtem Peru-Werk zu erwerben (9.800 €).

Unzweifelhaft eines der schönsten Malerbücher

ist Longus’ „Daphnis et Cloe“, ediert 1961 mit den Originallithographien Marc Chagalls. Der griechische Dichter Longus erzählt die Geschichte von zwei ausgesetzten Kindern, die von den Hirten Lamon und Dryas aufgenommen wurden und erst nach vielen Jahren als Kinder wohlhabender Eltern erkannt werden. Sie kehren nicht nach Mytilene zurück, bleiben bei den Hirten, und feiern dort Hochzeit. Chagalls farbige Lithographien machen dieses Buch nicht nur zu einem ganz besonderen bibliophilen Schmuckstück, sondern zu einem Hauptwerk zeitgenössischer Buchillustrationskunst (Schmidt & Günther 240.000 €).

C. G. Boerner – neben Neidhardt, Stargardt, Laube und Schumann seit der ersten Messe 1962 als Aussteller in Stuttgart vertreten – glänzt 2011 mit Adriaen von Ostades Radierung „Der Brillenverkäufer“ (12.000 €). Goyas frühe Zyklen „Los Caprichos“ und „Los desastres de la guerra“ gelten als die wohl vollendetste Leistung des Künstlers auf dem Gebiet der Aquatinta-Radierung. Sie sind einer von vielen Höhepunkten am Stand von Reiss & Sohn (18.500 € und 12.000 €). Ein beeindruckendes Beispiel prärafaelitischer Buchkunst zeigt die Londoner Galeristin Sophie Schneideman mit James Russell Lowells kalligraphischer Meisterleistung „The Vision of Sir Launfal“ in einem opulent verzierten Einband von Sangorski & Sutcliffe (18.750 €). „Die Geschichte von Venus und Tannhäuser“, die Tusculum aus London nach Stuttgart bringt, besticht durch den kunstvollen Buchschmuck Aubrey Beardsleys sowie durch den von Dorfner signierten eleganten roten Ledereinband (2.900 €).

Gefährliche Liebschaften


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