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Bildende Kunst & Fotografie

Herbert Hofer: floor, wall, body

Bildende Kunst & Fotografie

Im Rahmen der Ausstellung „floor, wall, body“ zeigt der Wiener Künstler Herbert Hofer im sehsaal aktuelle Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, (Foto-)Skulptur und Video, die sich sowohl auf das Thema Raum im Allgemeinen als auch auf den sehsaal im Besonderen beziehen: Gezeigt wird, so Herbert Hofer, „die dem Raum abgezogene Haut, leer und hohl zu Boden gesunken, sein Abbild geknittert, geknickt“.

„floor, wall, body“ von Herbert Hofer
„Ich betrachte den Raum, schließe kurz die Augen, betrachte den Raum erneut. Wenn etwas verändert wäre, ließe sich mit Sicherheit entscheiden, worin die Veränderung läge, im Raum oder in meinem Blick auf ihn? Und vielmehr: wenn nichts verändert scheint, woher stammt die Konstanz? Ist sie Qualität des Raumes oder Produkt meiner Wahrnehmung?“ (Herbert Hofer) Herbert Hofers Arbeit befasst sich mit den Bedingungen von Erkenntnis, Wahrnehmung und Erin- nerung und damit auch mit denen der Teilhabe. Die Gemeinsamkeit des vielseitigen Werks ist die Überlagerung von Wahrnehmungsversionen.

Raum ist dabei ein häufig wiederkehrender Begriff. Raum als unmittelbarster Wahrnehmungsgegen- stand, Raum als Metapher für psychisch-geistige Bedingtheit und Raum als Referenz körperlicher Anwesenheit, deren Aktionen darin beengt oder befördert sein mögen. Und es sind auch durchwegs räumliche Maßnahmen ― verschieben, stapeln, falten, knittern ― mit denen Hofer jene Differenz zu Vorgefundenem und Alltäglichem erstellt, aus der heraus er seine Zweifel formuliert.

Falten und Knittern sind dabei paradigmatisch für Hofers Strategien. Die Art und Weise, in der (Teil-) Inhalte dabei einander, aber auch sich selbst überlagern, durchdringt Hofers Ideenwelt eben sosehr, wie seine Formensprache vom Anarbeiten gegen die Widerstände des Materials geprägt ist. Im Knittern kommt auch die Haltung zum Ausdruck, den Selbstorganisationen des Materials große Bedeutung ein- zuräumen, Voraussetzung für Konzeptionen, die auf unüblichen Anwendungen üblicher Medieneigen- schaften beruhen, wie das beispielsweise bei der Serie von fotografischen Positiv/Negativ-Belichtungen der Fall ist.

Die Ausstellung „floor, wall, body“ im sehsaal zeigt auf Raum, in einem Fall auch auf den konkreten Ort bezogene aktuelle Arbeiten aus den Bereichen Fotografie, (Foto-)Skulptur, Video. (Die dem Raum abgezogene Haut, leer und hohl zu Boden gesunken, sein Abbild geknittert, geknickt.) Herbert Hofer, geboren 1962 in Wien, lebt und arbeitet ebenda. Mehr Infos unter: www.herberthofer.at

Künstlerführung & Filmscreening „floor, wall, body“
im Rahmen der „Offspace-Night“ von Vienna Art Week 2017 Termin: Mittwoch, 15. November, 17 — 21 Uhr
Ort: sehsaal, Zentagasse 38/Hofgebäude, 1050 Wien. Film-Programm (stündlich Screening): Felix Malnig : „D (Detroit)“, 2007, 16:00 min. | www.felixmalnig.at
Nicole Six & Paul Petritsch: „Räumliche Maßnahme (1)“, 2002, 28:11 min. | www.six-petritsch.com Eintritt frei!






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  • Herbert Hofer: „person in a room“, 2012/2017, analoger C-Print, Auflage 3, 100 x 65 cm Foto/Credit: Herbert Hofer
    Herbert Hofer: „person in a room“, 2012/2017, analoger C-Print, Auflage 3, 100 x 65 cm Foto/Credit: Herbert Hofer
    sehsaal- Kunstprojekt - Projektraum
  • Herbert Hofer: „construction“, 2017, analoger C-Print, Auflage 3, 120 x 150 cm Foto/Credit: Herbert Hofer
    Herbert Hofer: „construction“, 2017, analoger C-Print, Auflage 3, 120 x 150 cm Foto/Credit: Herbert Hofer
    sehsaal- Kunstprojekt - Projektraum
  • Herbert Hofer: „corner of room“, 2016/2017, Tintenstrahldruck auf 3-D Folie auf Aluminium, ca. 180 x 156 x 110 cm Foto/Credit: Herbert Hofer,
    Herbert Hofer: „corner of room“, 2016/2017, Tintenstrahldruck auf 3-D Folie auf Aluminium, ca. 180 x 156 x 110 cm Foto/Credit: Herbert Hofer,
    sehsaal- Kunstprojekt - Projektraum
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