Schnellsuche

RÖMISCHER GOLDRING MIT BÜSTE DER MINERVA

RÖMISCHER GOLDRING MIT BÜSTE DER MINERVA
Art.Nr.: 3
Kunstart:

GOLDRING MIT BÜSTE DER MINERVA

römisch, 1./2. Jhdt. n. Chr.

 

 

 

Provenienz: Amerikanische Privatsammlung erworben zw. 1930 und 1935 in Paris

 

 

 

 

 

 

Römischer Goldring mit Kastenfassung und Carbunculus (nach Plinius). Intaglio aus Granat zeigt eine Büste der Minerva mit aufgesetztem attischen Helm und geschuppter Ägis nach rechts. Da hier noch keine á jour-Fassung vorliegt, erfolgt die Datierung dieses Ringes noch vor dem Ende des 2. Jhdts. n. Chr.

Interessant ist die Darstellung der Minerva mit aufgesetztem attischen Helm. Die Darstellung der Athena mit attischem Helm ist grundsätzlich früher als die mit zurückgeschobenem korinthischen Helm. Sie wurzelt sicherlich im Archaischen und entspricht der Athena Promachos, bzw. beziehen sich römische und griechische Repliken wahrscheinlich auf die Athena Parthenos des Phidias. Die Unterscheidung der Symbolik zwischen aufgesetztem attischen und zurückgeschobenem korinthischen Helm erfolgte bereits in der Kunst der griechischen Klassik und wird mit den unterschiedlichen, der Athena zugeschriebenen Eigenschaften, in Verbindung gebracht. So akzentuiert der aufgesetzte attische Helm eher die dominierende, kämpferische Natur der Göttin, wogegen der zurückgeschobene korinthische Helm besonders die Schönheit, die Ausgeglichenheit und ein nun betont friedfertiges Auftreten der Athena in den Vordergrund stellte. 

Der römische Schriftsteller Plinius (23 v.Chr. – 79 n.Chr.) nannte in seinem Werk „Naturalis Historia“ alle rot durchscheinenden Steine „Carbunculus“, was soviel bedeutet wie „kleine Kohle“, weil sie, wenn die Sonnenstrahlen auf sie fielen, wie das Glühen brennender Kohle erschienen. Aus dem Begriff Carbunculus wurde später „Karfunkelstein“ abgeleitet. Der Karfunkelstein hat viele Spuren in Kunst, Literatur und Medizin hinterlassen. Erst im 13.Jhdt teilte der Naturforscher Albertus Magnus erstmals rote Edelsteine in 3 Gruppen: belagius (Spinell), rubinus (Rubin) und granatus (Granat). Der Oberbegriff für all diese Steine war und blieb jedoch noch für lange Zeit Karfunkel. Der Granat als Schmuckstein ist seit dem Hellenismus beliebt und verbreitet. Die Römer importierten ihn möglicherweise sogar aus Südindien.

 

 

 

 

Literatur: Goldschmuck der Römerzeit

               Römischer Goldschmuck

               Die antiken Gemmen

               Jewellery Greek, Etruscan & Roman in the Departments of Antiquities British Museum

               Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Instituts, Band 112

 

 

 

 

 

 

 

                                                                                                                                                                                                                                                                



Neu auf findART.cc
119. Auktion Badisches
Die Vorbereitungen für unsere 119. Auktion sind abgeschlossen...
7.Triennale der Photographie
Mit rund 25.000 Besuchern konnte das erste Wochenende der...
Miniaturen aus der Zeit des
Im Mittelpunkt der sechsten Epochenausstellung der Tansey...
Meistgelesen
Raffael Sanzio 1483 - 1520
Raffael verbringt die erste Lehrzeit bei seinem Vater...
LUGECK und Lilith – Wiener
Mit unverkennbarer Formsprache und sinnlichen Raumentwürfen...
Jugendstil und Kunsthandwerk
Besichtigung: 23.09. - 29.09.2008
Neue Kunstobjekte
Bilderaktuell