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Museum Europäischer Kulturen, Museen Dahlem


Das Museum Europäischer Kulturen ging 1999 aus der Vereinigung des 110 Jahre alten Museums für Volkskunde mit der Europäischen Sammlung des Ethnologischen Museums hervor. Mit rund 270.000 Objekten beherbergt es eine der größten Sammlungen europäischer Ethnographica und Kulturgeschichte weltweit. Mit dem Umzug in den Bruno-Paul-Bau hat das Museum sein altes Domizil \\"Im Winkel\\" geschlossen und ist seit dem 8. Mai 2005 über die Eingänge Arnimallee 25 und Lansstraße 8 im Museumsquartier Dahlem zugänglich.

Sammlungscharakter

Schwerpunkt des Museums ist die europäische Alltagskultur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Neben Sonderausstellungen, die zurzeit zu sehen sind, veranstaltet das Museum Europäischer Kulturen einen jährlich stattfindenen Ostermarkt sowie die sog. Kulturtage, die sich jeweils unterschiedliche Ländern und Regionen Europas widmen.

Mit seinem Umzug in das Museumsquartier Dahlem, unter das Dach des Ethnologischen Museums und des Museums für Asiatische Kunst, hat das Museum Europäischer Kulturen seinen Diskurs durch die Beschäftigung mit den außereuropäischen Kulturen in idealer Weise erweitert.

Den Auftakt für die Eröffnung des Museums Europäischer Kulturen am neuen Standort bildete die Ausstellung \\"Die Stunde Null – ÜberLeben 1945\\". Mit ihr schaltet sich das Museum in die Diskussion um das \\"Wie\\" der Erinnerung am 60. Jahrestag des Kriegsendes ein. Der Bereich \\"ÜberLeben – Umbruchzeiten 1945\\" thematisiert das Kriegsende und die Nachkriegszeit in Berlin vor europäisch-vergleichendem Hintergrund. Entbehrungen und Umbruch, Verluste und die Kraft des Neubeginns prägten diese Zeit gleichermaßen. Im Mittelpunkt dieser Ausstellung steht das Bild des zerstörten Berlins mit seinen aus verschiedensten Gründen heimatlos gewordenen Menschen aller Nationen einschließlich jener, die nun wieder die Chance einer eigenständigen Lebensgestaltung erhielten und einen Weg in die \\"Normalität\\" suchten. Ein Blick in die Alltagswelten macht das historische Geschehen im Leben des Einzelnen nachweisbar.

Direktor: Prof. Dr. Konrad Vanja
Stellvertretende Direktorin: Dr. Elisabeth Tietmeyer

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