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Paul Gauguin Kunstszene - Impressionisten

Gauguin, Paul 	 Kleiner Bretone, den Holzschuh richtend 	Impressionismus  	Das Gemälde "Kleiner Bretone, den Holzschuh richtend" von Paul Gauguin als hochwertige, handgemalte Ölgemälde-Replikation.  © www.oel-bild.de

1885 beschließt man die Trennung. Gauguin soll nach Paris zurückkehren, um sich einen Platz in der Kunstszene zu erobern. Seine Frau bleibt mit vier Kindern in Dänemark, der sechsjährige Clovis hingegen soll mit dem Vater gehen.
Gauguin versinkt nach seiner Rückkehr nach Paris zunehmend im Elend. Es bleibt ihm nichts anderes übrig als Plakate kleben zu gehen, um wenigstens seinen kranken Sohn durchzubringen. Kaum ist Clovis wieder gesund, wird Gauguin selbst krank. Trotz aller Schwierigkeiten bleibt Gauguin seinem Ziel treu. Er malt und nimmt an der 8. Ausstellung der Impressionisten teil. Man erkennt jedoch deutlich, dass Paul Gauguin seinen eigenen Weg geht. Nicht das Spiel des Lichts ist sein Thema, sondern das, was bleibt, das, was sich nicht im Wechsel des Lichts ändert.
„Diese Absage an den Impressionismus äußert sich handwerklich in der Anwendung eines größeren Farbflecks, in einer stärker ausgesprochenen Zeichnung, in einer bestimmteren Komposition und in einer Palette, die mit dem Kontrast der Töne nicht die Bewegung der Atmosphäre ausdrücken, sondern für jede Bildfläche einen ihr eigenen Rhythmus finden will.“ (S. 24/25) Gauguin entscheidet sich für einen Umzug in die Bretagne; teils aus finanziellen Gründen, teils aber auch deshalb, um eine Atmosphäre zu finden, die seinem Innersten entspricht – jedenfalls weg von dem Übermaß an Zivilisation.

Doch wahrscheinlicher ist, dass das, wonach er sucht, in erster Linie in ihm selbst liegt. Diese Suche hätte auch an anderen Orten vermutlich mit demselben Ergebnis stattgefunden, denn Gauguin begreift zunehmend, dass die Natur Ausgangspunkt ist, aber letztlich hat sie sich der vom Maler aufgestellten Disziplin zu unterwerfen. Paul Gauguin erinnert sich mehr und mehr an die Eindrücke aus seiner Kindheit in Peru. Die lebhaften intensiven Farben ziehen ihn wieder an. Mit seinem Freund Laval begibt er sich auf die Reise nach Peru. Doch die Armut folgt auch dorthin. Gauguin muss sich sein Geld als Arbeiter beim Bau des Panamakanals verdienen. Einige Monate später reist er nach Martinique weiter. Sein Werk beginnt Freude zu spiegeln. Die überreiche Pflanzenwelt, das intensive Blau des Meeres, die Ursprünglichkeit des Menschen – all das ist der Spiegel seiner inneren Welt.
„Das Land ist ihm das Bild seiner Kraft und seiner wiedergefundenen Freiheit. Er sieht die Möglichkeit, seine Bildkompositionen durch einen besonderen Rhythmus zu gliedern, die Herrschaft der Vertikalen konstruktiv zu benutzen, jede Figur und jedem Gegenstand eine sicher bestimmte Form zu geben.“ (S. 29/30)

Gauguins Bilder aus dieser Zeit zeigen seine Entwicklung, die ihn noch weiter weg von den Impressionisten gebracht hat. Während Monet seine Bilder so malt, als wollte sich das Motiv in der Atmosphäre auflösen, umgrenzt Gauguin mit Linien die Formen, bestimmt die Farbe innerhalb der Linien und setzt den Platz im Bild nach Willem des Künstlers fest. Gauguin will die „großen Rhythmen“ der Natur aufdecken und nähert sich so den Ansichten des Klassischen – was den Impressionisten ja in keinster Weise wichtig war. Möglicherweise ist diese – wenn auch unbewusste Hinwendung zur Klassik eine der großen Bedeutungen von Gauguins Werk.
Krankheit und Armut bewegen Gauguin zur Rückkehr nach Paris, wo er bei einem Freund, der ebenfalls das Bankgeschäft gegen die Malerei getauscht hat, Aufnahme findet. Nicht nur Gauguin hat mit der die Formen begrenzenden Linie gearbeitet. Emil Bernard hat ebenfalls begonnen, mit Hilfe der Umrisslinie die Vereinfachung der Zeichnung vorzunehmen. Die Anwendung der Umrisslinie hat zur Folge, dass es auch bei der Verwendung der Farben andere Schwerpunkte gibt. War das Ziel des Impressionismus, das Licht einzufangen und die Oberfläche des Bildes zum Flimmern zu bringen, so werden bei Gauguin und Bernard wieder große Farbflecken geschaffen, die man in Komposition setzen muss.



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