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Memling Hans um 1430/1440 - 1494

Das Jüngste Gericht, Hans Memling (um 1470). Bildmaterial: de.academic.ru

Die erste offizielle Registrierung von Memling Hans ist der Eintrag ins Register der Stadt Brügge 1465: Jan van Mimnelinghe war sein offizieller Name, er wurde aber oft als "Meester Hans" oder der "duytsche Hans" erwähnt.
Auch im Norden Europas ("hinter den Alpen") waren es vor allem Familien italienischer Abstammung, die Aufträge an die Künstler vergaben.
Auch das "Weltgericht" sollte eigentlich per Schiff zu seinem italienischen Auftraggeber gebracht werden. Ein Pirat brachte das Werk aber schließlich nach Danzig.
Memling Hans wurde lange Zeit als bedeutenster niederländischer Maler des späten 15. Jh. gerühmt. Beeinflusst war Memling Hans vor allem von van der Weyden, der möglicherweise auch sein Lehrer war, von Rogier und von Bout.
An seinen Werken wird besonders der Farbenreichtum, die Anmut der Figuren und die erzählerische Aussagekraft geschätzt.

"Thronende Maria"

"Das Martyrium der elftausend Jungfrauen und das Martyrium der hl. Ursula", Öl auf Holz, vom Reliquienschrein der hl. Ursula, 1489
Brügge, Sint Janshospitaal

Der Reliquienschrein zeigt auf jeder Längsseite drei Bilder aus der Legende der Hl.Ursula. Das Werk zeigt deutlich das Können des Meisters Memling Hans, wie auch die Grenzen seines Meistertums. Die Farben, die detailgenauen Darstellungen - ähnlich der Miniaturmalerei. Es fehlt jedoch der starke Ausdruck dramatischer Szenen und die wohlüberlegte Anordnung vieler Figuren.

"Bildnis eines betenden Mannes", Öl auf Holz,um 1480/1485
Sammlung Thyssen-Bornemisza, Schloß Rohoncz

Das Bild zeigt keine besondere perspektivische Erarbeitung des Raumes. Die Einteilung des Raumes erfolgt vielmehr durch die Anordnung der Kleidung und die zum Beten gefalteten Hände. Besonders bemerkenswert sind die sehr naturgetreu gemalten Hände und auch der bis in das kleinste Detail gemalte Ärmel des Gewandes.

"Weltgericht", Öl auf Holz, 1466/73
Triptychon, Mitteltafel, Danzing, Nationalmuseum

Das Gemälde zeigt Christus als den Richter und den Erzengel Michael, der sie Seelen auf der Waage gegeneinander abwiegt. Engel und Teufel kämpfen um die Seelen.
Die Darstellung des Themas erscheint wenig zeitgemäß, eher mittelalterlich; der Mensch weiß nicht, wie die Waage bei ihm ausschlagen wird und wie Christus richten wird.
Die italienische Renaissance ging an dieses Thema bereits weniger drastisch heran.

"Die sieben Freuden Mariae"

"Madonna mit dem Kind", Florenz, Uffizien



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